Naschkatzen mit Gesundheitsbewusstsein schwören auf klebrige Zwetschgen, saftlose Apfelringe und ledrige Aprikosen. Neben wertvollen Inhaltsstoffen schätzen sie die intensive Süße der „Schrumpelware“.
„Wenn das Wasser entzogen wird, kommen alle anderen Substanzen konzentriert zum Tragen“, erklärt Dr. Bernhard Trierweiler vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe. Deshalb ist Trockenobst so süß. Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe liegen in geballter Form vor, wenn es schonend getrocknet wurde. So enthält Trockenobst beispielsweise viel Kalium, das den Blutdruck senken hilft und möglicherweise vor Diabetes schützt. Für Patienten, die kaliumsparende Diuretika einnehmen, eignet es sich allerdings gerade aus diesem Grund nicht.
Manche Hersteller schwefeln die Früchte zum Schutz vor Bakterien und Pilzen, aber auch, damit sie ihre Farbe behalten. „Menschen, die unter Asthma und Allergien leiden, können auf den Zusatz empfindlich reagieren. Sie sollten besser zu ungeschwefelten Früchten greifen“, sagt Professor Michael Häusler, Ernährungswissenschaftler an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.
Maria Haas / Apotheken Umschau;
04.02.2011
Bildnachweis: Laif GmbH/Eric Chretien
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